FREI DAY Pilotregion Südpfalz 

- Transformative Bildung im ländlichren Raum

 

»Zukunftsfähige Schulen nehmen die Herausforderungen der Zukunft im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung ernst. Sie setzen auf neue Lernformen, auf eine wertschätzende Lern- und Beziehungskultur, Potentialentfaltung (...).« Margret Rasfeld, Bildungsinnovatorin, Gründerin der Initiative Schule im Aufbruch und Initiatorin des Lernformats »FREI DAY« 

FREI DAY Pilotregion Südpfalz - Transformative Bildung im ländlichen Raum
Projektzeitraum: 16.September 2022 - 31.Dezember 2023 (geplant)

Wir möchten - nach NRW, Sachsen und Bayern - Deutschlands vierte FREI DAY - Pilotregion werden!

Der FREI DAY (www.frei-day.org), das Lernformat von Schule im Aufbruch (SiA)
(https://schule-im-aufbruch.de), setzt einen Impuls zur Transformation der Schulkultur:
Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Schulformen widmen sich einen Tag in der
Woche ausschließlich der Zukunft: Der Frage, wie wir vor dem Hintergrund globaler
Ungerechtigkeiten und den planetaren Grenzen, unser Leben fair und ökologisch nachhaltig gestalten. Sie entwickeln eigene Projektideen, die sie - unterstützt von Lehrer:innen und außerschulischen Bildungsakteur:innen- allein und in Kleingruppen über mehrere Wochen oder Monate umsetzen.

Das Zentrum Gutes Leben e.V. wurde 2018 in der Südpfalz mit dem Ziel der Förderung
eines ökologischen, sozial gerechten und wirtschaftlich nachhaltigen Lebens gegründet. Die Vision des Vereins orientiert sich an dem Konzept des "Buen Vivir" und ähnlichen Ansätzen in verschiedenen Regionen der Welt und zielt auf einen guten Umgang mit sich selbst, anderen Menschen und Lebewesen sowie der Erde insgesamt, lokal wie auch global. Ziele des Vereins sind u.a. die Förderung einer Transformativen Bildung im Sinne Globalen Lernens, die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie eine demokratischen Lehr-/ Lernkultur, künstlerisch-musische Bildung zur Kreativitäts- und Potentialentfaltung sowie die Förderung der Gesundheit.
Der Verein hat inzwischen ein großes Netzwerk in der Region (Südpfalz) und darüber hinaus mit dem Schwerpunkt Transformative Bildung aufgebaut. Seit einem Jahr berät der Verein unter der Fragestellung "Wie kommen wir vom Wissen zum (wirklich nachhaltigen!) Handeln?" Einzelpersonen und Institutionen, die sich in sozial-ökologischen Transformationsprozessen befinden. Neben dem Ziel, neue Impulse im Bereich Globales Lernen/Transformative Bildung in der Schule zu setzen liegt dabei auch die Schaffung einer neuen Beziehungs- und Gemeinschaftskultur (nachhaltige Nachbarschaftsprojekte, Verzahnung Schulprojekte und Dorf etc.) im Fokus.

Die Südpfalz hat ein großes Potential, Modellregion für transformative Bildung im
ländlichen Raum zu werden. Zunehmend mehr Schulen begeben sich in die Umstellung
ihres Schulsystems - aus eigenem Antrieb heraus und auch, weil durch das Ministerium
entsprechende Impulse unterstützt werden (vgl. das über das Ministerium in RLP an alle
Schulen versendete Schreiben vom 23.Oktober 2020, das vom Zentrum Gutes Leben initiiert und im Namen der AG außerschulische-schulische Kooperation von Akteur_innen des Globalen Lernens/BNE (ELAN e.V.) herausgegeben wurde -> Informationsschreiben für in Schulen engagierte Menschen in RLP https://www.zentrum-gutes-leben.de/lernkultur/)

Das UNESCO-Programm ESD for 2030 hat den Fokus auf der Frage, wie das individuelle
Verhalten transformiert wird. Das neue Programm stellt heraus, dass Transformation Raum für erlebnispädagogisches Eintauchen („experimental exposure“) erfordert und ein gewisses Maß an Umbrüchen („disruption“) umfasst sowie Menschen, die bereit sind die Sicherheit des Status quo und ihre gewohnten Denk- und Verhaltensmuster zu verlassen. BNE für 2030 hebt das Potential gemeinsamen transformatorischen Handelns hervor und fordert eine neue Perspektive der Rollen und Funktionen von Schule. Das Programm stärkt den ganzheitlichen Lehr- und Lernansatz (Whole School Approach). Nur in Strukturen und Institutionen, die sich glaubhaft dahin bewegen, kann Nachhaltigkeit auch glaubhaft vermittelt werden. Die Umsetzung der Ziele erfordern "Mut, Beharrlichkeit und
Entschlossenheit" von allen Beteiligten.

Auch der Nationale Aktionsplan fordert die Schaffung "unverzweckter Freiräume" in der
Schule. "Unverzweckte Freiräume“ tragen zu einem Anstieg des gesellschaftlichen,
politischen oder freiwilligen/ehrenamtlichen Engagements bei. Dieses Engagement ist
essentiell für die Teilhabe und Gestaltung von Zukunftsfragen.
“In allen Bildungssettings sind Lehr- und Lernprozesse bis 2030 entformalisiert und
strukturell verankerte „Freiräume“ durch Verbände, Bildungseinrichtungen, Stiftungen
und/oder Interessenvertretungen ausgeweitet."
Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung

Nach Erkenntnissen aus der Organisationsentwicklung, Transformationsforschung, den
Neurowissenschaften u.a. ist auch der Einbezug der Beziehungsebene ein entscheidender
Gelingensfaktor für wirklich nachhaltiges, individuelles und gemeinschaftliches
strukturveränderndes Handeln. Daher möchten wir den Lehrenden und Lernenden in dem
Projekt neben transformativen Methoden und Ansätzen auch Räume für Beziehungslernen,
Potentialentfaltung und Anregungen für eine lebendige kollektive Organisationskultur bieten. 

Das Projekt umfasst u.a.
1) Individuelle Beratung und Begleitung von 12 Schulen
2) 9 Qualifizierungen für 180 Schulleitungen, Lehrer:innen, außerschulische Akteure sowie
weitere bildungsinteressierte Menschen, die sich in Schule engagieren zum Thema
Transformative Bildung, Zukunftsfähige Ernährung, “Gutes Leben” und Globaler
Klimawandel
3) 48 Begleitungen bei der Umsetzung der Zukunftsprojekte von 300 Schüler:innen und 4
Präsentation der Projekte (1200 Besucher:innen)

4) Vernetzungstreffen von Schulen mit außerschulischen Bildungsakteur:innen aus dem
Bereich Globales Lernen/Transformative Bildung sowie Entscheidungsträger:innen
5) Auswertung und Dokumentation für 1630 Schulen in RLP

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 68.681 Euro. Diese beinhalten eine halbe Projektstelle in Anlehnung an TVöD 12-3 sowie Gelder für eine Projektmitarbeiterin auf Honorarbasis, Sachkosten, Fahrtkosten und Verwaltungskosten in Höhe von 10%.
Wir haben eine Zusage über eine Förderung von etwa 45.000 Euro (u.a. durch
Engagement Global/BMZ, den Katholischen Fonds und Brot für die Welt).
Weitere Anträge wurden gestellt (an die GLS Treuhandstiftung, Stiftung der Sparkasse Südpfalz, das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz sowie die Firma Eschenfelder in Hauenstein.). 

Aktueller Hinweis: -> Beitrag "Burn-for statt Burn-out" - Margret Rasfeld über Schule im Aufbruch und den FREI DAY vom Dienstag, 23. August 2022, 18:45 bis  19:30 Uhr im NDR (DAS!) zum Nachsehen oder Nachhören als Podcast.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Projekt unterstützen könnten!

Für Rückfragen erreichen Sie uns gerne unter 0175-5149778.
Herzlichen Dank
und freundliche Grüße,
Frauke Hahn
www.zentrum-gutes-leben.de
info@zentrum-gutes-leben.de.